Gehälter: Inflation frisst Gehaltssteigerung auf

Die Löhne und Gehälter sind im Jahr 2011 leicht gestiegen und trotzdem hatten Arbeitnehmer am des Jahres nicht mehr Geld zu Ihrer Verfügung. Der Grund hierfür war die gestiegene Inflationsrate in Deutschland im letzten Quartal des vergangenen Jahres. Verbraucherschützer in Deutschland raten jedem Haushalt deshalb die eigenen Ausgaben zu überprüfen.

Laut den neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der Löhne in Deutschland hat der Aufschwung dafür gesorgt, dass die Steigerung des Reallohns rund 1,1 Prozent betragen hat. Zum Jahresende 2011 war diese positive Tendenz allerdings schon wieder vorbei. Im Schnitt hatten Arbeitnehmer im vierten Quartal 2011 zwar rund 2,3 % mehr verdient, aber die Inflationsrate ist auch auf 2,3 Prozent gestiegen. Dies führte dazu, dass die erfreulichen Lohnsteigerungen von der Steigerung der Verbraucherpreise komplett egalisiert wurden. Die Reallöhne sind also im vierten Quartal nicht gestiegen. Unter der Steigerung der Reallöhne versteht man im vereinfacht gesagt die Zuwächse die nach Abzug der Inflation den Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bleiben.  Die Reallöhne sind zuvor in sieben Quartalen hintereinander gestiegen. Das letzte Quartal 2011 ist somit das schlechteste in den letzten 2 Jahren.

Der durchschnittliche Jahresverdienst von vollbeschäftigten Arbeitnehmern lag 2011 bei 43.929 Euro. Am meisten verdienten die Angestellten bei Banken und Versicherungen. Hier lag der Verdienst bei über 62.000 Euro.  Mitarbeiter der Gastronomie verdienten mit rund 25.500 Euro am wenigsten.

Preistreiber waren vor allen die gestiegenen Preise für Energie. Insbesondere die Strompreise sind in 2011 stark gestiegen, was die Energieversorger mit den Kosten der sogenannten Energiewende begründen. Aber auch die Preise für Benzin sind in 2011 gestiegen und klettern munter weiter.  Die Inflationsrate von rund 2,3 Prozent im Jahr 2011 liegt damit deutlich über dem von der Europäischen Zentralbank EZB vorgegebenen Inflationsziel von 2 Prozent. Experten gehen aber davon aus, dass die EZB aufgrund der Eurokrise derzeit nicht in der Lage ist, die Inflation entscheidend zu bekämpfen. Verbraucher müssten sich deshalb mit weiteren Preissteigerungen anfreunden. Renommierte Verbraucherschützer raten den Kunden deshalb, insbesondere bei den Kosten für Energie auf Ihre Ausgaben zu achten und ihre Stromkosten mit einfachen Stromspartipps zu senken.

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