Gaspreise

In vielen Haushalten wird mit Gas geheizt. Damit sind geringe Schadstoffemissionen, hohe Heizwerte von Erdgas, aber auch schwankende Preise verbunden. Aufgrund der wachsenden Popularität von Gas als Brennstoff für Heizungen und Fahrzeuge, steigt die Nachfrage weltweit kontinuierlich. Außerdem gibt es keine einheitlichen Preise, womit das Gas, ähnlich wie der Strom, regionalen Unterschieden unterliegt. Um den günstigsten Anbieter zu finden, lohnt sich ein Vergleich, denn das Heizen mit Gas hat viele Vorteile. Gasheizungen nehmen zum Beispiel wenig Platz weg und sind in der Anschaffung billiger als Ölheizungen. Außerdem müssen Sie keine Einmalzahlung im Voraus leisten, sondern nur einen monatlichen Abschlag.

FAQ

Was muss ich bei der Jahresendabrechnung beachten?

Am Ende eines Abrechnungszeitraumes erhalten Sie eine Jahresendabrechnung für Ihren Gasverbrauch. Kontrollieren Sie diese zuerst auf Korrektheit der Daten und ob Sie die Rechnung fristgerecht erhalten haben, also maximal sechs Wochen nach Ablauf der Abrechnungsperiode. Bei einem auffällig hohen Verbrauch von Gas sollten Sie zudem genau nachrechnen und gegebenenfalls beim Anbieter nachhaken.

Was zählt zu den fossilen Energieträgern?

Fossile Energieträger sind Rohstoffe, die abgebaut und zur Freisetzung von Energie verwendet werden können, jedoch nicht in unbegrenzter Menge verfügbar sind. Beispiele hierfür sind Erdgas, Braunkohle und Torf. Um Energie aus ihnen zu gewinnen, werden sie in veredelter Form verbrannt. Bei diesem Prozess entsteht Wärme, die entweder direkt genutzt oder in elektrische Energie umgewandelt wird.

Was muss ich bei der Jahresendabrechnung beachten?

Am Ende des Abrechnungszeitraumes, der sich gewöhnlich über 12 Monate erstreckt, erhalten Sie von Ihrem Gasversorger eine Jahresendabrechnung. Da Sie bereits monatlich eine Abschlagszahlung in einer bestimmten Höhe entrichtet haben, gibt Ihnen die Jahresendabrechnung nun einen Überblick darüber, ob Ihr tatsächlicher Gasverbrauch mit den bereits gezahlten monatlichen Beträgen beglichen ist, ob sie ggf. eine Nachzahlung leisten müssen oder sogar eine Rückzahlung vom Gasversorger erhalten.

Generell sollten Sie bei der Jahresendabrechnung beachten, dass auf der Rechnung neben den korrekten Angaben zum Gasversorger auch Ihre Daten korrekt aufgeführt sind. Ist der Gasverbrauch auffällig hoch im Vergleich zum Vorjahr, sollten Sie unmittelbar abklären, ob es Ursachen in ihrem Haushalt gibt, die für einen derartigen Anstieg verantwortlich sein könnten. Hat sich eventuell die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen zwischenzeitlich verändert oder hat ein kalter Winter in der Abrechnungsperiode gelegen? Es kann auch möglich sein, dass der Zähler defekt ist. Um den Rechnungsbetrag mathematisch zu prüfen, müssen Sie zunächst die Differenz zwischen dem alten Zählerstand zu Beginn und dem neuen Zählerstand vom Ende der aktuellen Abrechnungsperiode ermitteln. Stimmt diese Zahl nicht mit den Angaben des Gasversorgers zum Verbrauch überein, kontrollieren Sie bitte ebenfalls die aufgelisteten Teilverbräuche, die nur dann angegeben werden, wenn es in der Abrechnungsperiode zu Tarifveränderungen kam.

Mit den Neuregelungen des Energiewirtschaftsgesetzes von Februar 2012 ist der Gasversorger außerdem verpflichtet, die Rechnung mit einer Frist von maximal sechs Wochen nach Ablauf der Abrechnungsperiode zu verschicken. Es müssen Angaben zum Vertrag, zum Beispiel die Laufzeit und die Kündigungsfrist, aufgeführt werden und Grafiken enthalten sein, die den Gasverbrauch Ihres Haushaltes mit dem anderer Kunden vergleichend darstellen.

Was zählt zu den fossilen Energieträgern

Um die Frage „Was zählt zu den fossilen Energieträgern?“ beantworten zu können, ist der Begriff „fossil“ entscheidend. Er leitet sich von dem lateinischen Wort „fossilis“ ab, das für „ausgegraben“ steht. Fossile Energieträger sind also Rohstoffe der Natur, die durch den Abbau aus der Erde gewonnen werden und zur Freisetzung von Energie geeignet sind. Zu den fossilen Energieträgern zählen unter anderem Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Braunkohle und Torf. Um aus den genannten Naturstoffen Energie zu gewinnen, müssen Sie zunächst zu Tage befördert und anschließend roh oder in veredelter Form verbrannt werden. Sie geben die gespeicherte Energie durch die chemische Verbrennung mit Sauerstoff ab. Die dadurch entstehende Wärme kann entweder direkt genutzt werden, zum Beispiel durch Verbrennung von Braunkohle zum Heizen von Öfen, oder in mechanische oder elektrische Energie umgewandelt werden, beispielsweise bei der Gewinnung von Strom durch die Verbrennung von Steinkohle in Kohlekraftwerken.

Alle fossilen Energieträger sind vor vielen Millionen Jahren durch Ablagerungen organischer Stoffe entstanden. Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass sie nicht in unbegrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Der Abbau von Kohle, Erdöl und Torf kann sehr viel schneller erfolgen, als sich die Ressourcen erneuern können. Außerdem geht ihre Nutzung mit Schäden an der Umwelt einher: Da die fossilen Energieträger auf organischen Kohlenstoff-Verbindungen basieren, kommt es bei der Verbrennung mit Sauerstoff nicht nur zur Entwicklung von Wärme, sondern es entsteht auch Kohlenstoffdioxid. Letzteres ist für mehr als die Hälfte des vom Menschen verursachten Treibhauseffektes verantwortlich und damit auch für die Erderwärmung. Die Verbrennung erzeugt darüber hinaus Stickstoffoxide, Ruß und andere chemische Verbindungen – abhängig davon wie sie zusammengesetzt und wie rein sie sind.

Lexikon

Biogas

Biogas entsteht bei der Aufbereitung von Biomasse. Diese wiederum wird zum Beispiel durch Bioabfälle, Ernterückstände oder spezielle Pflanzen gebildet. Zur Erzeugung von biologischem Gas müssen Gärungsprozesse in mehrstufiger Form stattfinden. Mikroorganismen wandeln die Biomasse in Methan, Kohlenstoffdioxid und Wasser um. Für das Heizen mit Gas ist der Methananteil entscheidend.

Fernwärme

In großen Städten gehört die Versorgung der Haushalte mit Fernwärme zum Standard. In einem Umkreis von 30 Kilometern können Verbraucher ausgehend von Wärmekraftwerken mit Warmwasser versorgt werden. Dabei kommen unter anderem Gas, Öl und Kohle als Brennstoffe zum Einsatz. Fernwärme geht darüber hinaus mit Preisstabilität und Komfort einher.