LTE ./. WLAN

Die Mobilfunkfrequenzen halten dem Boom bei Smartphones und Tablets nicht mehr stand. Daher könnte nun der Datenstau drohen. Die Anbieter für Mobilfunk strecken bereits die Hände nach den WLAN-Frequenzen aus. Weltweit laufen mehr als 50 Prozent des Datenverkehrs über drahtlose Netzwerke und der Trend ist ungebrochen. Immer mehr Menschen nutzen es und surfen unterwegs im Web. Dabei werden immer mehr Bits übertragen.

Das macht den Anbietern zu schaffen, denn die Netzbetreiber kommen mit dem Technikausbau nicht hinterher. An stark frequentierten und öffentlichen Orten wie Innenstädten, Bahnhöfen oder Stadien hängen die große Datenmengen wie Videos und Musik, ja selbst Fotos übertragen sich in den theoretisch extrem schnellen UMTS- und LTE-Mobilfunkverbindungen nur zaghaft.

Die Mobilfunkanbieter suchen neben ihren eigenen Frequenzen nach Auswegen und wollen nun zusätzlich in die bisherigen WLAN-Router funken. Begehrt ist hier das spezielle 5-Gigahertz-Band, das über wenige Hundert Meter auch große Datenmengen übertragen kann. Sollte dieses Vorhaben Realität werden, droht in Zukunft, egal wo, der Datenstau. Hardwarehersteller und Dienstanbieter trafen sich deshalb vom 18. bis 21. Mai in London beim WiFi Global Congress.

Große Aussichten auf Erfolg, die digitale Vereinnahmung der Mobilfunker zu verhindern, hat die WLAN-Fraktion nicht. So stehen doch die 2,4- und 5-Gigahertz-Frequenzen allen Nutzern offen. Sogar Zentralverriegelungen vieler Autos, Bluetooth oder TV-Fernsteuerungen nutzen Teile dieses Spektrums.

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