Studie “Sparerkompass Deutschland 2012” veröffentlicht

Heute veröffentlichte die Bank of Scotland die Studie “Sparerkompass Deutschland” vom Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Bank. Als Ergebnis stellten die Wissenschaftler fest, dass jeder sechste Deutsche seine Zinsen nicht freistellt. Nur etwa 60 Prozent der Sparer kennt überhaupt die Höhe des Sparer-Pauschbetrages. Vor allem junge Sparer im Alter zwischen 18 und 29 Jahren erteilen ihrem Kreditinstitut keinen Freistellungsauftrag. 77 Prozent der Sparer schöpfen ihren Sparer-Freibetrag allerdings auch voll aus und brauchen auf diese Kapitaleinkünfte demzufolge keine Steuern zahlen.

Ohne Freistellungsauftrag geht Geld verloren

“Die große Mehrheit der Sparer nutzt den ihr zustehenden Freibetrag geschickt aus. Auch die übrigen Sparer sollten ihre Zinsen freistellen, damit keine Abgeltungssteuer anfällt”, empfiehlt Bertil Bos von der Bank of Scotland in Deutschland, Managing Director. Zuviel geleistete Abgaben, die die Banken automatisch an den Fiskus abführen, können in der Einkommensteuererklärung rückwirkend geltend gemacht werden, falls keine Freistellungserklärung eingereicht wurde. Viele Sparer nutzen diese Möglichkeit jedoch nicht aus oder scheuen sich davor. Das Geld geht dann unwiederbringlich verloren.

Regionale Unterschiede im Sparerverhalten

Regional betrachtet, stellte die Studie vor allem bei Sparern in Berlin (26 Prozent) und Brandenburg (25 Prozent) Zurückhaltung bei den Freistellungsaufträgen fest. Vorreiter indes sind die Einwohner von Hessen. Nur sieben Prozent haben keinen Freistellungsauftrag erteilt. Für den “Sparerkompass Deutschland 2012” wurden vom 21. November 2011 bis zum 12. Dezember 2011 1.685 Studienteilnehmer im Alter zwischen 18 und 69 Jahren zu ihrem Spar- und Anlageverhalten befragt.

Bank of Scotland

Die Bank of Scotland ist die älteste Bank Schottlands. Sie wurde 1695 gegründet und zählt damit zu den traditionsreichsten Bankhäusern Europas. Die Bank of Scotland gehört zur Lloyds Banking Group. Etwa 100.000 Mitarbeiter betreuen mehr als 30 Millionen Bankkunden. In Deutschland tritt die Bank of Scotland nur im Internet auf und besitzt in Berlin eine Niederlassung mit etwa 200 Mitarbeitern.

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