Strenge Auflagen für die Ölförderung

In den letzten Jahren gab es nicht selten Umweltkatastrophen, die auf ein Leck in der Bohrtechnik zurückzuführen waren. Strenge Auflagen für die Ölförderung behindern neue Projekte der Ölkonzerne deshalb in der Gegenwart. British Petroleum (BP) wollte eine Bohrinsel an der Grenze zu Alaska errichten. Wegen scharfer Regulierungen und gestiegener Kosten musste das Projekt ad acta gelegt werden. Ähnlich erging es einem für Juli 2012 geplanten Projekt von Shell. Wegen fehlender Genehmigungen wird es nun auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Zulassungsprozess sei verschärft worden, und immer mehr Sicherheitsbestimmungen wären zu erfüllen. Derartige gesetzliche Bestimmungen und Vorgaben seien u. a. für die Kostenexplosion an der Tankstelle verantwortlich, analysiert die EGL AG, europäisches Energiehandelsunternehmen in der Schweiz.

Unzureichende Standards bei BP

BP ließ hinsichtlich seines Alaska-Projektes “Liberty offshore drilling project” verlautbaren, dass die hauseigenen “unzureichende Standards” den gesetzlichen Vorgaben, die nach der Deepwater-Horizon-Katastrophe eingeführt wurden, nicht genügen. Die Kosten für die Generalüberholung der Bohrplattform seien zu groß. Das Projekt sollte bis 40.000 Barrel Öl täglich fördern und war mit einer Milliarde Dollar datiert. Der britische Konzern arbeitet jedoch weltweit an einer Vielzahl von Projekten und besitzt dadurch umfangreiche weitere Möglichkeiten der Ölgewinnung.

Nicht erfüllte Auflagen bei Shell

Die Verzögerungen im Alaska-Projekt seien einer Auflage der US-Küstenwache zu schulden, die das Bunkerschiff “Arctic Challenger” nicht erfüllt habe, heißt es bei Shell. Das Bunkerschiff sollte im Havariefalle zum Einsatz kommen. Jetzt muss das ganze Juli-Projekt, in dem zwei Bohrschiffe mit der Ölförderung beginnen sollten, verschoben werden. Der Konzern rechnet noch in diesem Jahr mit dem Projektstart.

Die Ölförderung ist insgesamt teurer geworden und Sicherheitsauflagen wurden deutlich verschärft. Die Ölkonzerne sichern sich gegen Katastrophenfälle zunehmend mit Rückversicherungen bei den technischen Zulieferern als Reaktion auf diese Veränderungen ab.

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