IWF stellt möglicherweise Hilfen für Griechenland ein

Aktuellen Informationen zufolge will sich der Internationale Währungsfonds (IWF) nicht weiter an den Hilfen für Griechenland beteiligen. Auch einige EU-Länder sind seit einiger Zeit skeptisch, ob die finanziellen Unterstützungsmaßnahmen in Griechenland auch greifen. Die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank und der IWF untersuchen zur Zeit in Griechenland, ob das Land den auferlegten Verpflichtungen nachkommt. Schon einmal, am 9. Juli, mussten die Kontrolleure unverrichteter Dinge wieder aus Griechenland abreisen. Griechenland hofft auf weitere 12,5 Milliarden Euro im August und September.

Griechische Wirtschaft verkraftet keine Sparmaßnahmen

Noch im Juni wollte die griechische Regierung die Fristen der in Verbindung mit den Milliarden von Hilfsgeldern auferlegten Sparmaßnahmen neu verhandeln. Die geforderten Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro sollten in die Jahre 2015 und 2016 statt 2013/2014 verlegt werden. Griechenland war der Meinung, dass die griechische Wirtschaft derzeit keine weiteren Sparmaßnahmen mehr verkraften könne. Nach internationalen Schätzungen schrumpft die Wirtschaftskraft Griechenlands 2012 um sieben Prozent.

Bereitschaft in der EU für Griechenland-Hilfen erlahmt

Doch selbst wenn Griechenland mehr Zeit für die erforderlichen Maßnahmen erhalten würde, wären dann von den EU-Partnern und dem IWF weitere finanzielle Mittel in Höhe von 10 bis 50 Milliarden Euro notwendig. Mehrere EU-Länder zeigen sich jedoch nicht mehr bereit, zusätzliche Hilfestellung zu geben. Hilfe aus den Niederlanden und Finnland sei ohnehin nur dann zu erwarten, wenn sich auch der IWF an dieser neuen Aktion beteilige, schreibt der Spiegel.

Deutschlands Meinung zu Hilfen für Griechenland

Guido Westerwelle als deutscher Außenminister lehnt die von Griechenland angedachten Nachverhandlungen über das Sparpaket ab. Er könne nur Wünsche sehen, jedoch nicht die Bereitschaft, auch Pflichten zu übernehmen. Deutschland werde einer grundlegenden Änderung der getroffenen Vereinbarungen nicht zustimmen, sagte er gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Griechenland solle endlich zeigen, dass es zur Euro-Zone gehören wolle und nach den getroffenen Absprachen auch handeln. Deutschland wäre für den Verbleib Griechenlands in der EU.

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