EZB geht mit ESM zusammen

Zukünftig kauft die Europäische Zentralbank unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Schuldenstaaten auf. Parallel dazu gibt es seit kurzem den neuen Europäischen Rettungsschirm ESM. Jedoch möchte Mario Draghi, Chef der EZB, mit dem ESM zusammenarbeiten – die EZB geht mit ESM zusammen. Denn etwa eine Woche vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes für den ESM hatte Draghi verkündet, unbegrenzt Anleihen von den Staaten zu kaufen, die sich unter dem ESM-Rettungsschirm befinden. Damit wurden Staatsanleihen zugleich zu einer relativ sicheren Geldanlage.

Rettungsprogramm der EZB schützt Euro-Zone

Das neue Programm der EZB heißt Outright Monetary Transaction (OMT) und wird dann angekurbelt, wenn auf dem Geldmarkt der Risikoaufschlag für eine bestimmte Staatsanleihe zu groß wird. Eine genaue Zahl für diesen Risikoaufschlag, auch Spread genannt, gibt es nicht. Marktexperten schätzen diese Grenze auf 6 – 8 Prozent. Mittlerweile stellen Bankenchefs immer mehr fest, dass die EZB mit ihrem Vorgehen die Euro-Zone rettet. Würde sie nicht eingreifen, wäre es möglich, einzelne Länder aus der EU zu drängen und zum Austritt zu bewegen.

Staatsanleihen werden wieder interessant auf dem Geldmarkt

Mit Unterstützung der EZB sind damit Staatsanleihen für Investoren wieder interessant geworden und selbst vor Papieren aus Spanien, Portugal, Italien oder Irland sinkt die Scheu der letzten Monate. Derzeit schichten Fondsmanager ihre Portfolios bereits um und integrieren mehr Staatsanleihen aus den EU-Randstaaten. Noch sind die Anlagen nicht in jedem Falle attraktiv, denn die Zusagen der EZB begrenzen sich auf Papiere mit maximal drei Jahren Restlaufzeit. Aber schon vertrauen Anleger auf weitere Hilfe von der EZB und greifen auch schon bei längerfristigen Anlagen mutig zu.

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