LTE-U ./. Wi-Fi, die 5. Generation

Drahtlosinternet und Mobilfunk kämpfen um Frequenzen

Im Wettlauf um immer höhere Datenübertragungsraten im Mobilfunknetz überschlagen sich im Moment Mobilfunkkonzerne und Netzbetreiber. Einen Vorsprung verspricht die neue Technologie LTE-U: LTE-Mobilfunk, die auf freien und nicht lizenzierten Frequenzen betrieben wird. Hier arbeiten aber auch die WLAN-Router und so melden die Wi-Fi-Unternehmen hinsichtlich der Frequenznutzung ihre Bedenken an.

Chiphersteller und Telekommunikationsunternehmen arbeiten zusammen mit anderen Firmen momentan an einer Entlastung der LTE-Mobilfunknetze. Dafür testen sie die die Nutzung frei verfügbarer Funkfrequenzen. Diese freien Frequenzen können jedoch ohne teure Lizenzgebühren genutzt werden. Bisher waren diese dem Betrieb von privaten WLAN-Netzen vorbehalten. Ein Vorteil von LTE im lizenzfreien Markt liegt in einer viel höheren Reichweite und der gleichzeitigen Versorgung vieler Nutzer in einer Funkzelle, die sogar besser ist. Die meisten WLAN-Anbieter sehen die Einführung von LTE-U allerdings kritisch. Man befürchtet einen Konflikt im betroffenen Frequenzbereich und somit die Verdrängung von WLAN-Empfangsgeräten durch LTE-U-fähigen Endgeräte. Anderseits sind die Mobilfunkanbieter auch häufig selbst WLAN-Anbieter und man argumentiert, dass nur tatsächlich freie Kanäle dieses Frequenzspektrums genutzt würden.

Schnelles Internet via 5G

Berichten einiger Branchenmagazine zufolge wollen nun Startups und Forschungskooperationen eine Lösung um die vorrangige Nutzung von Frequenzbändern ausarbeiten. Mit Millimeter-Wellen sollen so die Daten im bisher kaum genutzten Hochfrequenzbereich mit Gigabit-Speed, relativ einfach über die Luft übertragen werden. WLAN und LTE übertragen im Gigahertz-Bereich von etwa 2,4 bis 5. Die neue Technologie wird hingegen auf Frequenzen von über 90 GHz übertragen. Dieser sogenannte 5G-Übertragungsstandard wird aber wahrscheinlich nicht vor 2018 mit dem LTE-Netz in den Wettbewerb treten.

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