Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2012

Verglichen mit dem Vorjahr erreichte der Energieverbrauch in Deutschland in den ersten sechs Monaten in etwa die gleiche Höhe. Insgesamt beziffert sich der Energieverbrauch im ersten Halbjahr 2012 auf 6.903 Petajoule (PJ). Dabei gehen die Experten von einem verbrauchssteigernden Effekt der relativ kühlen Witterung in diesem Jahr, dem leichten Wirtschaftswachstum sowie dem Schalttag aus.

Mineralöl und Erdgas

Die Nachfrage nach leichtem und schwerem Heizöl stieg um fast 12 Prozent. Die kühle Witterung und Sorgen um mögliche Preisanstiege bei diesen Rohstoffen sorgten für eine größere Bevorratung. Ähnliches wurde vom Dieselkraftstoff gemeldet. Dagegen sank der Verbrauch bei Otto- und Flugkraftstoffen, in der Grundstoff- und Chemieindustrie. Alles in allem reduzierte sich der Mineralölverbrauch im ersten Halbjahr 2012 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders die kühlen Monate Februar und April sorgten beim Erdgas um einen Anstieg im Verbrauch. Dagegen reduzierte sich der Erdgasbedarf in Strom- und Wärmekraftwerken. Summa summarum erzielte der Erdgasverbrauch damit einen Anstieg von 0,4 Prozent.

Braunkohle und Steinkohle

Im Zusammenhang mit zwei neuen Braunkohlekraftwerken stieg der Verbrauch an Braunkohle um knapp sieben Prozent. Perspektivisch werden bis zum Jahresende noch einige Anlagen vom Netz gehen, so dass diese Zahlen auch wieder sinken werden. Drei Prozent mehr Steinkohle wurde in den sechs Monaten verbraucht. Die drei Prozent setzen sich zusammen aus acht Prozent Mehrverbrauch in den Kraftwerken für die Strom- und Wärmeerzeugung und fast sechs Prozent weniger Lieferungen an die Stahlindustrie. Der Beitrag der Kernenergie zum gesamten Energiebedarf reduzierte sich um etwa 18 Prozent.

Erneuerbare Energien

Insgesamt um mehr als neun Prozent erhöhte sich der Anteil an Erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Windenergieanlagen produzierten 19 Prozent mehr Strom. 25 Prozent Zuwachs konnte die Wasserkraft verbuchen, und 47 Prozent sind es in der Photovoltaik. Biokraftstoffe hingegen reduzierten ihre Energieproduktion um etwa neun Prozent.

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