Protestaktionen der Ärzte gegen Kassen

Viele niedergelassene Ärzte haben Protestaktionen gestartet, um Druck auf die Krankenkassen im Honorarstreik auszuüben. Die Kassenbürokratie soll blockiert werden, indem nur noch Standardschreiben zu Anfragen seitens der Krankenkassen wegen Krankschreibungen oder zu Reha – Maßnahmen von den Medizinern beantwortet werden.

Der Sprecher des Verbandes stützt sich auf ältere Studien, bei denen sich die Kassenanfragen auf sechs Millionen im Jahr kumulieren lassen. Dies ist mit ca. einer Million Stunden Arbeitszeit der Ärzte anzusetzen.

Unterstützung durch Kassenärztliche Bundesvereinigung

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatte im Vorfeld der Proteste Unterstützung gegen die Kassen angekündigt. Bonushefte sollen demnach vorerst nicht abgestempelt werden. Auch der Zeitraum der Beantwortung der Anfragen durch die Kassen soll nur noch vor 8.00 Uhr morgens oder nach 20.00 Uhr abends eingegrenzt werden.

In vorderster Front richten sich diese Aktionen gegen die Krankenkassen und nicht gegen die Patienten. Nach der noch bis Mittwoch laufenden Urabstimmung der Ärzteschaft kann es auch zu Praxisschließungen kommen. Die vom NAV-Virchow-Bund koordinierten Proteste werden von mehr als 30 freien Ärzteverbänden unterstützt, die rund 100.000 Kassenärzte vertreten.

Mit dieser Protestaktion wollen die Ärzte ihren Forderungen nach deutlich höherem Honorar Gewicht geben. Vor einer Woche hatte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Honorarverhandlungen mit den Kassen abgebrochen. Der Schlichterspruch wurde von den Medizinern abgelehnt, welcher den Kassenärzten für das nächste Jahr eine Honorarerhöhung von 0,9 Prozent zugestanden hätte. Die KBV fordert für die rund 150.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten stattdessen rund elf Prozent.

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