Umfrage zum Sparverhalten belegt: Die Deutschen scheuen das Risiko

Die Deutschen sind ein Sicherheit liebendes Volk. Das zeigt eine Umfrage unter über 1.000 Deutschen bezüglich der Frage wie sie 100.000 Euro anlegen würden.

Der Vermögensverwalter Goldman Sachs Asset Management gab beim Marktforscher TNS Infratest die Umfrage in Auftrag, was die Deutschen mit 100.000 Euro machen würde. Das Ergebnis: Sparen und Immobilien kaufen. Risikofreudige Anlagen wie Aktien, Fonds oder Anleihen waren wenig beliebt – man setzt auf Sicherheit. Befragt wurden über 1.000 Menschen im Alter von mindestens 16 Jahren, die nach eigener Aussage gute Kenntnisse über Geldanlagen haben.

Wenig Rendite bei Häusern und Sparkonto

Wer sein Geld auf Spar- oder Festgeldkonten anlegt oder in Immobilien investiert, kann bei der momentanen Zinslage nicht mit einer hohen Rendite rechnen. Doch offenbar geht den Deutschen Sicherheit über hohe Rendite. Daher wählten die wenigsten Anleihen als Geldanlage, nur zwei Drittel würden in Fonds investieren, die Hälfte in Aktien.

Sicherheit hat höchste Priorität. Gründe sind unter anderem die schwankenden Aktienmärkte und eine schwache Wirtschaft. Auch politische Krisen, wie sie Europa zurzeit beuteln, ermutigen die Deutschen nicht gerade zu risikoreichen Investitionen.

Ein Blick auf die realen Anlagen der Deutschen vermittelt ein ähnliches Bild. Etwa drei Viertel haben ein Tages-, Festgeld- oder Sparkonto – tatsächlich liegen 40 Prozent des Vermögens in Deutschland auf der Bank. Ein knappes Drittel hat in Aktien investiert, knapp 40 Prozent in Fonds. Die Anleger sollten sich bewusst sein, dass die Zinsen auf Sparbuch und Konten das Vermögen nicht vermehren und es unter Umständen nicht einmal erhalten können.

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