Baufinanzierung: Tiefe Zinsen ermöglichen hohe Tilgung

Die niedrigen Baugeldzinsen ermöglichen Kreditnehmern eine höhere Tilgungsrate. Hier drin liegt der Vorteil, denn durch eine höhere Tilgungsrate sinkt die Kreditlaufzeit und Anschlussdarlehen werden dadurch billiger.

Schneller Schuldenfrei durch höhere Tilgung

Die nach wie vor niedrigen Zinsen für Baugeld nutzen die meisten Immobilienkäufer für eine höhere Tilgungsrate. In den vergangenen zwei Jahren stieg die Anfangstilgung im Schnitt um einen halben Prozentpunkt. Eine höhere Tilgung ist sinnvoll, denn dadurch wird der Käufer einer Immobilie schneller schuldenfrei. Wer beispielsweise ein Baudarlehen über 100.000 Euro aufnimmt und mit einer Anfangstilgung von 2,5 Prozent beginnt, ist bei einem gleich bleibenden Zinssatz von 2,7 Prozent nach 27 Jahren schuldenfrei.
Beginnt man aber mit einer Tilgung bei 3,5 Prozent, so ist man bereits sechs Jahre früher schuldenfrei.

Schnelle Rückführung der Baufinanzierung

In der Praxis vereinbaren nur wenige Immobilienkäufer eine Baufinanzierung mit einem Komplettdarlehen. Die Zinsbindung endet hier aber meist nach zehn oder fünfzehn Jahren.
Meist ist danach aber eine Anschlussfinanzierung nötig. Hier erzielen Immobilienkäufer auch Vorteile, wenn diese mit einer hoher Anfangstilgung begonnen haben, denn die schnelle Rückzahlung beschleunigt die Entschuldung. Dadurch sinkt die Höhe der Anschlussfinanzierung.

Baufinanzierung durch steigende Zinsen verteuert

Eine hohe Anschlussfinanzierung wird zum Problem, wenn die Baugeldzinsen steigen.
Daher ist es unbedingt zu empfehlen, Sondertilgungen zu vereinbaren, denn diese beschleunigen die gesamte Baufinanzierung.
Das große Ziel soll es jedoch sein, bei Renteneintritt komplett schuldenfrei zu sein.

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