Notfalltarif bei der privaten Krankenversicherung

Die privaten Krankenversicherungen wollen ihren säumigen Beitragszahlern mit einem Notfalltarif unter die Arme greifen. Dem Verband der privaten Krankenversicherungen zufolge sind derzeit mehr als 140.000 Kunden säumig. Die Schulden betragen mehr als 500 Millionen Euro.

Gesetzliche Grundlage muss rasch geschaffen werden

Nach Aussagen der PKV gibt es derzeit mehr als 140.000 Kunden, die ihre Beiträge nicht bezahlen können. Die Beitragsschulden derer summieren sich auf mehr als 500 Millionen Euro. Der Chef des Verbandes der privaten Krankenversicherungen Leienbach, äußerte die Hoffnung, dass nun eine gesetzliche Grundlage für den neuen Notfalltarif schnell geschaffen werde. Da eine Pflicht zur Versicherung besteht, können Kassen und Versicherungen den säumigen Zahler nicht einfach kündigen. Weiterhin will die Bundesregierung auch säumigen Beitragszahlern in der gesetzlichen Krankenversicherung helfen. Die Wucherzinsen von 60$ p. a. sollen abgeschafft werden und der monatliche Säumniszuschlag von fünf auf ein Prozent gesenkt werden.
Ein entsprechender Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums werde derzeit erarbeitet und soll nach Angaben noch vor der Bundestagswahl im September dieses Jahres verabschiedet werden.

Versicherte landen im Basistarif

Seit der Einführung der Versicherungspflicht 2009 sei eine Kündigung säumiger Versicherter in der privaten Krankenversicherung nicht mehr möglich. Bereits vor einem Jahr erläuterten Experten im Gesundheitsausschuss, dass diese Versicherten in der Regel in einem Basistarif landen, sollten diese ihre Beiträge auch nach einem Jahr nicht nachgezahlt haben.

In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt diese Versicherungspflicht bereits seit April 2007. Gemäß der Bundesregierung betragen hier die Beitragsrückstände insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Somit liegt der Beitragsrückstand je Mitglied bei 87 Euro.

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