Milliarden-Puffer bei der Lebensversicherung

Die stillen Reserven, die in den Büchern der Lebensversicherer schlummern, wecken Interesse. Die Kunden werden zwar an den Summen und Überschüssen beteiligt. Es gibt jedoch Streit um die Höhe der Beteiligungen. In Summe geht es um rund 75 Milliarden Euro.

Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts verpflichtete die Versicherer, ihre Kunden auch an den mit ihren Geldern erzielten stillen Reserven angemessen zu beteiligen.
Darauf hin hat der Gesetzgeber ab 2008 eine hälftige Beteiligung vorgeschrieben.
Seitdem müssen die Gesellschaften abgehenden Kunden – also mit Fälligkeit der Police oder bei einer vorzeitigen Kündigung – zur Hälfte diese stillen Reserven auszahlen.
Die Bundesregierung wollte eine Einschränkung der Beteiligung von Versicherungskunden an den stillen Reserven aber die Opposition hat das Vorhaben gestoppt, nach dem Verbraucherschützer lautstarken Protest im Bundesrat übten. Vor der Bundestagswahl im September wird auch die Koalition das Thema nicht mehr anfassen.

Verbraucherschutz gefährdet

Trotz hoher Gewinne wollen die Versicherer ihre Leistungen gegenüber ihren Kunden einschränken. Ein Überschuss von inzwischen 75 Milliarden Euro weckt natürlich Begehrlichkeiten.Dabei ist unverständlich, dass die Interessen der Mehrheit aller Versicherten in der aktuellen Debatte fast keine Rolle spielt.

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