Baufinanzierung: Zinssatz und Zinsbindung – darauf muss geachtet werden

Mit Sollzins, der auch Nominalzins genannt wird, erfährt man, mit wie viel Prozent der Darlehenssumme sich die Bank den Kredit bezahlen lässt. Liegt der der Sollzins beispielsweise drei Prozent, so sind für einen 200.000-Euro-Kredit im Jahr 6.000 Euro an Zinsen zu bezahlen. Dies entspricht monatlich dann 500 Euro. Der Sollzins wird bei normalen Immobilienkrediten meist für einen vereinbarten Zeitraum von beispielsweise zehn Jahren vereinbart. Eine weitere Variante ist der Kredit mit einem variablen Zins. Der Vorteil liegt hier in der kurzfristigen Kündbarkeit. Die Bank jedoch kann je nach Entwicklung der Zinsen auf dem Kapitalmarkt den Zinssatz ändern. Steigen die Zinsen am Kapitalmarkt, wird die gesamte Finanzierung teurer.
Für eine genaue Berechnung aller Kosten einer Baufinanzierung ist der Effektivzins maßgeblich. Hier werden sämtliche Aufwendungen für den Abschluss und die Bearbeitung eines Kredites eingerechnet. Deshalb liegt dieser meist höher als der Soll- beziehungsweise Nominalzins.

Lange Zinsbindung bringt Vorteile

Um von den niedrigen Zinsen bestmöglich zu profitieren, ist eine lange Zinsbindung von Vorteil. Es sind mit unter 15-20 Jahre Zinsbindung möglich.
Somit bleibt eine Finanzierung lange planbar.
Die günstigen Zinsen lassen sich ebenso für schon laufende Kredite nutzen.
Mit einem Forward-Darlehen schließt man heute schon einen Vertrag über einen Kredit, welcher sich an die derzeit noch laufende Finanzierung anschließt. Basis für den Zins dieses Darlehens ist der aktuelle Zinssatz. Für jeden Monat, der dann bis zur Auszahlung vergeht, wird ein Aufschlag fällig.

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